Kopenhagen, ein Besuch in der Hauptstadt Dänemarks

Kopenhagen hat seit seiner Gründung Mitte des 12. Jahrhunderts eine bedeutende Verwandlung erlebt und im Laufe der Jahrhunderte entstand aus einer Burg die Hautstadt Dänemarks. Als dann Kopenhagen im 16. Jahrhundert zur offiziellen Hautstadt Dänemarks ernannt wurde, lag die Stadt noch rund 100 Jahre lang im Zentrum eines gigantischen Reiches, und ab dem 19. Jahrhundert wurde die Stadt zum wirtschaftlichen Zentrum des Landes. Heute wohnt in der näheren Umgebung Kopenhagens über ein Drittel der Landesbevölkerung und Kopenhagen entwickelte sich zu einem touristischen Magnet, insbesondere bei Städtetouren.
 
Kopenhagen entwickelte sich, trotz der zahlreichen Kriege, die Dänemark im Laufe der Jahrhunderte führte und das Land sowohl 1658, als dann auch 1814 immer mehr in seiner Größe reduzierten, auf Grund der Visionen des König Kristian IV. ab 1596 zu einer modernen Weltstadt, mit architektonischen Wahrzeichen, die man bis heute in der Hautstadt Dänemarks entdecken kann. Kristian IV. machte aus einer mittelalterlichen Kleinstadt eine moderne Großstadt jener Epoche, wobei sich die Einwohnerzahl während seiner Herrschaft verdoppelte, wenn die Basis für diese Entwicklung auch weniger auf seine Fähigkeit als Staatsmann baut, sondern mehr das Erbe, das ihm sein Vater hinterließ.

Der Grundstein für das heutige Kopenhagen wurde indes erst im 19. Jahrhundert gelegt, einer Zeit, die eng mit dem Philosophen Søren Kierkegaard und dem Schriftsteller H. C. Andersen verbunden wird, denn in diesem Jahrhundert kamen die Industrialisierung und der Liberalismus nach Kopenhagen, was der Stadt völlig neue Impulse gab. Zur gleichen Zeit wurden auch die Stadtmauern abgerissen und Kopenhagen begann sich in alle Richtungen auszudehnen. Diese Entwicklung kann man sehr deutlich an der Architektur jener Epoche erkennen.
 
Die nächste bedeutende änderung der Stadt Kopenhagen kam dann mit der nationalromantischen Bewegung im nördlichen Raum, von denen heute noch einige der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt zeugen, unter anderem das Rathaus und der Gefionbrunnen. Erst nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs machte dann die Stadt jedoch den Schritt in ein modernes Zeitalter, das sich auch an der Entstehung von Christiania im Jahre 1971 zeigt, aber auch am Strøget, der Fußgängerzone, die mitten durch das mittelalterliche Kopenhagen führt, vorbei an der ersten Wasserleitung der Stadt und dem ursprünglichen Marktlatz.
 
Mit dem Bau der öresundbrücke rückte Kopenhagen schließlich Schweden wieder näher, was für die Wirtschaft des Landes von großer Bedeutung war, und mit der neuen Oper und dem Schauspielhaus entstanden dann die ersten Bauwerke, die bereits in die Zukunft weisen. Kopenhagen gehört daher zu den wenigen Städten, bei denen man allein an den Bauwerken eine Entwicklung sehen kann, die sich über rund 600 Jahre erstreckt, was letztendlich auch der Tatsache zu verdanken ist, dass in Kopenhagen während des Zweiten Weltkriegs sehr wenig zerstört wurde und die Stadtbrände ebenfalls keinen zu großen Schaden anrichteten, da Kopenhagen sehr früh Steinhäuser hatte und nicht, wie Schweden und Norwegen, auf Holz setzte.

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